Hausbuch
Frühstück ist keine Beilage
Das Zimmer allein ist das Zimmer. Frühstück ist ein Tisch zwischen 07.30 und 10.30. Halbpension ist derselbe Tisch am Morgen und ein Gedeck ab 18.30. Wir rechnen beides pro Nacht, nicht als «inklusive Gefühl». Wer nur schlafen will, wählt Zimmer ohne Verpflegung. Das Radio auf der Startseite setzt die Zulage, die Nächte multiplizieren.
Jonas Breit kocht keine Show. Brot, Ei, Käse aus der Region, Kaffee, der nicht nach einer Kette schmeckt. Am Abend bei Halbpension: eine Suppe oder ein Vorspeisenteller, ein Hauptgericht, kein Menü mit sieben Gängen und keinem Namen. Allergien stehen in der Anfrage, nicht am Tisch um 18.35 Uhr.
2019 fragte ein Gast, warum das Frühstück nicht «im Zimmerpreis verschwindet». Seitdem steht die Zulage getrennt: € 28 oder € 62 je Nacht. Die Suite wird dadurch nicht günstiger, das Eckzimmer nicht teurer. Der Nachtrechner auf der Hausseite zeigt die Summe, bevor Clara schriftlich bestätigt.
Wir servieren kein Zimmerfrühstück als Standard. Wer das Bett nicht verlassen will, schreibt es. Jonas sagt ja, wenn die Etage das trägt. Ein Nein ist billiger als ein Tablett auf einem Gang, den Marta gerade sperrt. Kinder am Tisch: ja, wenn sie in der Anfrage stehen. Hochzeiten im Speisezimmer: nein.
Halbpension ist kein Restaurant für die Stadt. Wer nur essen will, ohne zu übernachten, bekommt keinen Tisch. Das Haus bleibt ein Hotel, kein Abendlokal an der Lichtentaler. Preise und Anfrage: Lichtentaler Straße 47. +49 7221 845 220.